Sonifikation meint die Umwandlung von Daten in Klänge.
Dieses Verfahren wird seit einigen Jahren umfangreich beforscht, um neben visuellen Repräsentationen weitere Darstellungsmöglichkeiten von Daten zu entwickeln.

1992 gründeten Forscher die «International Conference for Auditory Display», kurz ICAD. Ihre Definition von Sonifikation lautet: «Sonification is the use of non-speech audio to convey information». Die Konferenz entwickelte auch die gültige Dreiteilung der Sonifikation nach ihren Methoden: Audifikation, Parameter Mapping und Model Based Sonification.

Inzwischen liegen Möglichkeiten zur Transformation unterschiedlichster Ausgangsdaten, wie beispielsweise EEG-Signale, Erdbebenausschläge oder Börseninformationen, in akustische Signale vor.
Auch Räume können mittels Sonifikation akustisch erlebbar gemacht werden.
Dabei werden ihre Dimensionen sowie weitere Charakteristika, wie Oberflächenbeschaffenheit oder Temperatur, in Klänge übersetzt.
Für jede räumliche Spezifikation wird ein anderes Klangcharakteristikum (Tonhöhe, Lautstärke, Klangfarbe, Rhythmus etc.) verwendet. Die Sonifikationsforschung hat gezeigt, dass wir Menschen zwar bislang sehr viel stärker an visuelle Darstellungsweisen von Informationen gewöhnt sind, in manchen Bereichen auditive Umsetzungen von Daten jedoch deutlich differenzierter entschlüsseln können, als uns dies bei Visualisierungen möglich ist.